Energiegewinnung aus Biomasse mit Pyrolyse
Die Behandlung von anthropogenen Reststoffen nimmt besonders in Hinblick wachsender Bevölkerungszahlen eine wichtige Rolle ein. Abwässer enthalten Exkremente und Schmutz, die ein Gesundheitsrisiko darstellen wenn sie nicht angemessen
behandelt werden. Als Reststoff nach der Abwasserbehandlung bleibt Klärschlamm zurück. Klärschlamm ist eine wasserhaltige, energiereiche Biomasse mit hohem Nährstoffanteil.
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Ziele
Die Pyrolyse verfolgt folgende Ziele:
- eine Erhöhung des Gebrauchswertes
- die Veränderung der Gebrauchseigenschaften und
- die stoffliche Nutzung
Vorteile
Durch die thermochemische Umwandlung ergeben sich folgende Vorteile:
- eine einheitliche Struktur der gebildeten Brennstoffe
- die vollständige Umsetzung von problematischen Reststoffen und
- die Substitution konventioneller Kraftstoffe
WUDAG bietet Ihnen ein bewährtes und dezentrales Verfahren an, das international in einem breiten Anwendungsfeld zum Einsatz kommt. Dadurch ist ein ausgereifter und für Ihren Einsatzstoff auslegbarer, sicherer Prozess durchführbar.
Verfahren
Unsere Pyrolyse wird zwischen 600°C und 650°C betrieben. Nachwachsende Energieträger, einschließlich kommunale Klärschlämme werden unter Luftabschluss thermochemisch veredelt. Die daraus entstehende Kohle kann zur Bodenaufwertung oder vielfältig in der Landwirtschaft verwendet werden. Das enstehende Pyrolysegas wird thermisch umgesetzt und dient der Deckung des eigenen Wärmebedarfs.
Anwendungsbeispiele
- Pyrolyse von Holz-Hackschnitzeln
- Pyrolyse von Klärschlamm
Die Behandlung von anthropogenen Reststoffen nimmt besonders in Hinblick wachsender Bevölkerungszahlen eine wichtige Rolle ein. Abwässer enthalten Exkremente und Schmutz, die ein Gesundheitsrisiko darstellen wenn sie nicht angemessen behandelt werden. Als Reststoff nach der Abwasserbehandlung bleibt Klärschlamm zurück. Klärschlamm ist eine wasserhaltige, energiereiche Biomasse mit hohem Nährstoffanteil. In Deutschland fallen jährlich rund 10 Millionen Tonnen wässriger Klärschlamm an. Die Klärschlammbehandlung verteilt sich nach Umweltbundesamt im Jahr 2016 wie folgt:
64,5% thermische Entsorgung
23,9% Landwirtschaft
9,6% landschaftsbauliche Maßnahmen
1,8% sonstige stoffliche Verwertung
Viele Anlagenbetreiber entsorgen ihren Klärschlamm kostenintensiv und ohne stoffliche oder energetische Rückgewinnung. Die ökologisch und ökonomisch sinnvollere Verwertung wird aufgrund folgender Tatsachen mittelfristig aber eine Notwendigkeit:
- Hohe Entsorgungskosten
- Negative Energie und CO 2-Bilanz der Klärschlammverbrennung
- Keine Rückgewinnung von Nährstoffen
- Absehbares Düngeverbot versperrt rund einem Drittel des Gesamtaufkommens den Entsorgungsweg
Klärschlammpyrolyse als wirtschaftliche und umweltschonende Alternative
Vorteile:
- keine Gerüche
- sterilisiertes und trockenes Produkt
- verringerte Brandgefahr
- Wärmerückgewinnung mit Pyrolysegas als gasförmiges Produkt
- Biokohle als festes Produkt kann zur Verbesserung von Böden eingesetzt werden
- > 9% der Biokohle enthalten N, Mg, S, Si, K, P, Ca
- dezentrale Lösung, keine teuren Klärschlamm-Transporte notwendig
- auf jeder Kläranlage einsetzbar ohne den Klärprozess zu verändern
Die Klärschlammpyrolyse wird energetisch effizienter, je besser der Klärschlamm vorgetrocknet ist. Besonders aussichtsreich ist es unausgefaulten Klärschlamm einzusetzen. Dieser weist einen fast doppelt so hohen Energiegehalt auf, verglichen mit Restschlamm aus Faultürmen.